Selbsthilfe in der Psychiatrie – kurzer Überblick über die Möglichkeiten und eigene Erfahrungen Teil 4

Insgesamt ist auch dies eine gute Sache für mich gewesen, auch wenn ich einiges an Kritik üben kann. Im Ehrenamt konnte man sich ausprobieren, die Stabilität steigern und bekam dafür auch noch eine gute Aufwandentschädigung. Etwas zu aufgesetzt und übertrieben fürsorglich empfinde ich die Hilfen für Behinderte und psychisch Erkrankte dennoch: Viele werden dort eher …

Selbsthilfe in der Psychiatrie – kurzer Überblick über die Möglichkeiten und eigene Erfahrungen Teil 3

Außerdem gibt es viele übermäßig edelmütig geprägte Menschen, die einen massiven Helfertrieb haben und unter diesem in eine Überforderungssituation geraten können. Gerade in Ehrenämtern oder unter den „guten Seelen“ sind viele, die sich zu sehr aufgeben und in einer scheinbar sinnvollen und rettenden Rolle ihre Energien, ihre Zeit und ihre Gesundheit schlussendlich vergeuden. Natürlich gibt …

Selbsthilfe in der Psychiatrie – kurzer Überblick über die Möglichkeiten und eigene Erfahrungen Teil 2

3. Pro und Kontra der Selbsthilfeszene An sich ist Selbsthilfe immer der goldene Weg, wenn es um die eigene Verantwortung und das die Stärkung der inneren Resilienz geht. Dabei sollte man unterscheiden zwischen dem, was Menschen schon immer taten, wenn es ihnen schlecht ging und der professionellen Selbsthilfe in Form von mehr oder weniger kommerziellen …

Selbsthilfe in der Psychiatrie – kurzer Überblick über die Möglichkeiten und eigene Erfahrungen Teil 1

Ein sehr sinnvoller Ansatz, der dem natürlich gegebenen Vorteil von menschlichen Zusammenschlüssen am ähnlichsten ist, sind Peergruppen, also Unterstützungsnetzwerke von Betroffenen. Dabei kennt im besten Fall jeder gut, die Kompetenzen und Möglichkeiten von sich selbst und den anderen und man profitiert durch diesen Zusammenschluss voneinander:
Gerade in Stresszeiten, kann man sich so stützen und den Rücken stärken und in guten Zeiten dafür Pläne und Vereinbarungen treffen und im besten Fall seine Zeit sinnvoll nutzen und angenehme Gesellschaft pflegen.

Wie alte humanistische Ideale jeden Tag als Deckmantel missbraucht werden

Wenn aber jeder Schritt mit einem bestellten Ersatzadjutanten, der vom Staat finanziert wird, durchgesprochen und abgewogen wird, muss man sich nicht wundern, wenn sich viele auf einmal zurück entwickeln. Auch die Gesellschaft selbst, macht es sich zu leicht, wenn sie sogar die Fürsorge von empfindsamen bzw. krisenhaften Mitgliedern abgibt, sowie man alles „outsourcen“ will und von sich wegschiebt, wenn es zu anstrengend wird. Eigentlich sollten doch Familien und Freunde da sein, wenn Menschen psychisch kollabieren.

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