Schauspielermacken – Psychische Störungen bei Film- und Theaterdarstellern

Schauspieler sind ständigen psychischen und interphysischen Besonderheiten unterworfen – sofern ihre Rollen den Filmen oder Stücken zu besonders überdurchschnittlichem Ruhm verholfen haben.
Schon beim Dreh oder davor gibt es Zeitphänomene, welche sie seelisch spüren können. Dies kann sowohl günstig sein, mehr Aufmerksamkeit bedeutet, sie bekommen Kraft von anderen und werden vielleicht begehrt oder besser versorgt. Es kann aber auch schlecht sein – Schauspieler fangen sich sehr oft Anfeindungen, psychisch-sexuelle Übergriffe oder auch direkt düstere Attacken.
Während dem Dreh, in dem Moment, wo sie der größten Aufmerksamkeit unterliegen, sowohl vom Publikum, als auch von der Regie und den Film- oder Theaterteams. Rückwirkend kommt es dort aber, wenn man nicht bestimmte Techniken verwendet, zu sehr anstrengenden Momenten.
Wenn Schauspieler dann keine Routinen haben, wie sie sich wieder zurückholen oder bewusst machen, dass sie in Rollen versetzt sind, können sie starke seelische Schäden erleiden.
Typische Beispiele sind Klaus Kinski oder Heath Ledger.

Ob nun Darsteller durch die Auftritte entgleist sind oder nicht, sei dahingestellt.
Teilweise haben sie sogar die selben problematischen Schadensmuster, über mehrere Leben.
Wenn sie sich über die Zeitphänomene bewusst werden und ihr eigenes Leben von den Rollen gut abtrennen können und natürlich möglichst gesund leben, haben sie schon eine gute Grundlage, an den Rollen eher zu wachsen, als zu zerbrechen.
Schauspielern ist eine Herausforderung, die ganze Menschheit ist mittlerweile durch Film und Ton verbunden bzw. miteinander verspannt.
Eine ihrer wichtigen Funktion neben der Inspiration und Unterhaltung ist der Transport von wichtigen Botschaften – teilweise laufen auch überräumliche Informationsaustausche über sie hinweg.

Andersherum läuft der Mechanismus auch umgekehrt: Die Zuschauer verbinden sich mit dem Feld anderer Zuschauer und mit den Welten der Schauspieler. Davon können Berühmtheiten profitieren oder auch zu Grunde gehen.

Über den Autor:

Philipp Drescher hat Medizin studiert und ist Autor und freier Forscher. In seinen Büchern, auf Deprisoner.de und in seinen theoretischen Arbeiten (u.a. auf Zenodo) untersucht er die gemeinsamen Berührungspunkte zwischen Neurowissenschaft, Resonanz, psychologischen Effekten und dem Geist bzw. der Seele. Seine Texte bieten neue Denkansätze und Modelle zur freien Selbstreflexion, ersetzen jedoch keine medizinische Diagnostik oder Therapie.

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