Die Resonanzmaschine Gehirn: Entsprechungen der Neuroanatomie von der Psyche, der astralen Arbeit und dem Großen Ganzen

Einleitung (zum Inhaltsverzeichnis hier)

Sie tragen ein Universum in Ihrem Schädel. Nicht metaphorisch – sondern buchstäblich. Ungefähr 86 Milliarden Nervenzellen, verschaltet über Verbindungen, deren Gesamtlänge die Erde 145-mal umrunden würde. Ein System so komplex, dass die Newtonsche Wissenschaft es bis heute nicht annähernd fassen kann – und es, wenn wir ehrlich sind, auch gar nicht möchte.

Was Sie gleich lesen, ist keine Schulstunde. Es ist eine Einweihung. Eine Karte deines inneren Reiches – von den ältesten Tiefen deines Stammhirns bis zur feinen Antenne der Zirbeldrüse. Von den Basalganglien, die deine Gewohnheiten und Süchte steuern, bis zu den Spiegelneuronen des Vorderhirns, die dich mit anderen Menschen – und womöglich mit unsichtbaren Feldern – verbinden.

Denn das Gehirn ist nicht nur Steuerzentrale. Es ist Resonanzmaschine. Empfänger und Sender zugleich. Wer das versteht, versteht auch, warum Heilung von innen kommt – und warum äußere Angriffe auf dieses System so wirksam sind.

Als praktisches Beispiel gibt es von mir einen angewandten theoretischen Artikel bei zenodo:

Hypnose, Übertragung, Gegenübertragung und Prätrans Resonanz: Eine neuropsychophysiologische Brücke zwischen Gehirn-, Beziehungs- und zwischenmenschlichen Feldern

Dieser Preprint präsentiert ein integratives neuropsychophysiologisches Modell, das Hypnose, Übertragung, Gegenübertragung und prätrans‑Resonanz als mehrschichtige Resonanzprozesse beschreibt. Aufbauend auf Forschung zu affektiver Neurowissenschaft, Hyperscanning, HRV‑Synchronisation und prädiktiver Verarbeitung argumentiert der Artikel, dass Hypnose als Hochresonanzmodulator wirkt, der autonome, limbische, kognitive und präverbale Prozesse gleichzeitig verstärkt. Der Text unterscheidet klar zwischen empirisch fundierten Mechanismen und spekulativen feldbasierten Erweiterungen. Das Resonanzmaschinenmodell liefert testbare Hypothesen für zukünftige Forschung und bietet eine theoretische Brücke zwischen Gehirn‑, Beziehungs‑ und zwischenmenschlichen Feldern.

Status: Veröffentlicht als Working Paper / angewandter theoretischer Diskussionsbeitrag.

Dokumentation: [Link zu Zenodo DOI: 10.5281/zenodo.20423255]

Hinweis zur wissenschaftlichen Einordnung: Bei den hier präsentierten Arbeiten handelt es sich um hypothetische Modelle der theoretischen Bewusstseinsforschung. Sie sind ein Angebot zur interdisziplinären Diskussion und nicht Teil der klinisch etablierten Leitlinien der evidenzbasierten Medizin (EBM).


Inhalt dieses Artikels

  1. Das dreigliedrige Gehirn – Drei Welten in einem Schädel
  2. Das Vorderhirn: Sitz des Menschengeistes
  3. Mittelhirn und Basalganglien: Der kognitive Gatekeeper
  4. Stammhirn und Vitalkörper: Das älteste Erbe
  5. Die Zirbeldrüse: Das dritte Auge und das Projektionsorgan
  6. Der Vagusnerv: Das Gedächtnis des Körpers
  7. Suggestibilität, Hypnose und biologische Äquivalente
  8. Das Gehirn als Resonanzmaschine
  9. Was tun wir mit diesem Wissen? Heilung, Schutz und Bewusstseinsarbeit
  10. Haftungsausschluss

1. Das dreigliedrige Gehirn – Drei Welten in einem Schädel

Die moderne Neuroanatomie teilt das Gehirn entwicklungsgeschichtlich in drei große Ebenen – und wer diese Dreiteilung einmal verstanden hat, blickt auf den Menschen mit ganz anderen Augen. Es ist kein Zufall, dass viele spirituelle Traditionen von drei Ebenen des Menschen sprechen: Leib, Seele, Geist. Oder Vitalkörper, Seelenkörper, Geistkörper. Die Biologie hat diese Dreigliederung in Knochen und Nerven gegossen.

Embryologisch bilden sich aus dem Neuralrohr zunächst drei Hirnbläschen: Prosencephalon (Vorderhirn), Mesencephalon (Mittelhirn) und Rhombencephalon (Rautenhirn/Stammhirn). Aus diesen drei Urknospen entfaltet sich das gesamte Zentralnervensystem – und jede dieser drei Ebenen trägt eine eigene Qualität, eine eigene Geschichte, eine eigene Aufgabe.

EbeneStruktur (anatomisch)NeurotransmitterEntsprechung Seelenleben
Vorderhirn
(Prosencephalon)
Großhirn, Limbisches System, Thalamus, Hypothalamus, BasalganglienDopamin, SerotoninGeist, Wille, höheres Bewusstsein, soziale Verbindung, Intuition
Mittelhirn
(Mesencephalon)
Tectum, Tegmentum, Substantia nigra, roter KernDopamin, NoradrenalinSchrittmacher, Übergang, Bewusstseinsschwelle, Aufmerksamkeit
Stammhirn / Vitalhirn
(Rhombencephalon + Kleinhirn)
Kleinhirn, Brücke (Pons), verlängertes Mark (Medulla oblongata)Endorphine, GABA, SerotoninVitalität, Lebenskraft, Instinkt, körperliches Gedächtnis, Erdung

Vereinfachte Entsprechungstabelle: Neuroanatomie und Seelenleben

Diese Dreiteilung ist keine starre Trennung. Die drei Ebenen sind durch Millionen von Bahnen miteinander verbunden, stehen in ständigem Dialog und beeinflussen sich gegenseitig. Aber sie haben unterschiedliche Eigenschaften, unterschiedliche Reifungszeiten – und unterschiedliche Verletzlichkeiten.

„Wer nur eine Ebene seines Gehirns kennt, kennt sich selbst nur zu einem Drittel.“


2. Das Vorderhirn: Sitz des Menschengeistes

Das Vorderhirn – in der Fachsprache das Prosencephalon – ist entwicklungsgeschichtlich die jüngste und beim Menschen am stärksten ausgeprägte Hirnregion. Kein anderes Tier auf diesem Planeten hat einen Neokortex (die äußere Schicht des Großhirns) in diesem Umfang. Das ist kein Zufall, sondern Programm: Hier sitzt das Eigentümlichste des Menschen.

Das Vorderhirn umfasst mehrere Schlüsselstrukturen, die zusammen erst den ganzen Menschen ergeben:

2.1 Der Neokortex – Sitz der höheren Funktionen

Die stark gefaltete Außenschicht des Großhirns – der Cortex cerebri – ist die Heimat unserer bewussten Gedanken, unserer Sprache, unserer Planung, unserer moralischen Urteilsfähigkeit. Der Frontallappen (Stirnlappen) ist dabei besonders bedeutsam: Er steuert Impulskontrolle, soziales Verhalten, Langzeitplanung und – das ist entscheidend – die bewusste Überschreibung tieferer Impulse.

Menschen mit gesundem, gut entwickeltem Frontallappen können Reize filtern, bevor sie zur Handlung werden. Wer aus Wut schlägt, dessen Frontallappen war in diesem Moment überrannt. Wer meditiert, stärkt genau dieses System. Auch die Auseinandersetzung mit der geistigen Verteidigung, wie auf diesem Blog und in den Büchern vorgestellt, ist durch kognitive Einordnung eine starke Hilfe.

2.2 Spiegelneuronen – Die biologische Grundlage der Verbindung

Eines der faszinierendsten Entdeckungen der neueren Neurowissenschaft sind die Spiegelneuronen – Nervenzellen im präfrontalen und parietalen Kortex, die sowohl beim Ausführen einer Handlung als auch beim bloßen Beobachten dieser Handlung aktiv werden. Als würde das Gehirn das Gegenüber simulieren.

Das hat tiefgreifende Konsequenzen. Wir sind neurobiologisch auf Verbindung gebaut. Empathie ist kein höfliches Konstrukt – sie ist Biologie. Und damit öffnet sich etwas, was die materialistische Wissenschaft ungern ausspricht: die biologische Grundlage für das, was in spirituellen Traditionen als Möglichkeiten im unsichtbarem bezeichnet wird. Was Yogis als „Einsfühlen“ beschreiben, Mystiker als Gottesunion erleben – es hat sein neurales Substrat in eben diesen Systemen. Die reinste Form schenken uns Jesus und der heilige Geist, durch den direktesten Zugang zur unverfälschten Überlieferung bzw. Religion.

Weitergedacht: Wenn Spiegelneuronen beim bloßen Beobachten aktiv werden, was geschieht dann in der meditativen Stille, wenn der innere Beobachter zur Ruhe kommt? Oder wenn – wie es Erfahrene in der Kontemplation berichten – die Grenze zwischen Selbst und anderem zu verschwimmen beginnt? Die Neurowissenschaft hat begonnen, diese Fragen zu stellen. Vollständige Antworten hat sie noch nicht. Dies liegt an der Verschlossenheit der newtonschen Wissenschaft, welche sich meisterlich vorbehält, diese Dinge nicht zu besprechen. Die ganzen unsichtbaren Vorgänge bieten massives Potential zur Heilung und Befriedung der Erde. Ihre Grundlage bzw. die Begehbarkeit und das Erleben in diesen mit den gewöhnlichen Augen nicht sichtbaren Ebenen bilden unter anderem Spiegelneurone und die Zirbeldrüse. Andere Elemente des Gehirns geben Karten oder Erinnerungen zur Orientierung hinzu.

2.3 Das limbische System – Die emotionale Mitte

Innerhalb des Vorderhirns liegt das limbische System – eine Gruppe evolutionär älterer Strukturen, die unsere Emotionen, unser Gedächtnis und unsere grundlegenden Überlebensreflexe steuern. Die wichtigsten Spieler:

  • Amygdala: Die Angstzentrale. Sie reagiert auf potenzielle Bedrohungen, noch bevor das Bewusstsein eingeschaltet ist. Ein Trauma lebt hier. Aber auch Dankbarkeit und Liebe berühren sie.
  • Hippocampus: Das Gedächtnistor. Hier werden Erlebnisse kodiert und kontextualisiert. Chronischer Stress schrumpft ihn buchstäblich.
  • Hypothalamus: Die Brücke zwischen Nervensystem und Hormonsystem. Er steuert Hunger, Durst, Sexualität, Schlaf-Wach-Rhythmus – und ist direkt mit der Hypophyse (Hirnanhangdrüse) verbunden, die ihrerseits das gesamte Hormonsystem orchestriert.
  • Thalamus: Das „Tor zum Bewusstsein“. Fast alle Sinneseindrücke laufen durch ihn, bevor sie den Kortex erreichen. Er entscheidet, was wir bewusst wahrnehmen – und was er herausfiltert.

Der Thalamus ist kein passives Durchgangstor. Er ist ein aktiver Hüter. Was er nicht durchlässt, erreicht dein Bewusstsein nicht oder erst später.


3. Mittelhirn und Basalganglien: Der kognitive Gatekeeper

Das Mittelhirn – Mesencephalon – liegt im Übergang zwischen dem entwicklungsgeschichtlich jüngeren Vorderhirn und dem älteren Stammhirn. Es ist eine Schaltzentrale, ein Übersetzungsbüro zwischen oben und unten, zwischen Bewusstem und Unbewusstem bzw. gerade nicht Wichtigem.

Für die Bewusstseinsarbeit besonders bedeutsam ist eine Gruppe tiefliegender Kernstrukturen, die teils dem Vorderhirn, teils dem Mittelhirn zugerechnet werden: die Basalganglien.

3.1 Die Basalganglien – Autopilot, Sucht und Trance

Die Basalganglien sind eines der am meisten unterschätzten Systeme im Gehirn. Ihre Hauptbestandteile:

  • Striatum (Nucleus caudatus + Putamen) – das Eingangstor
  • Globus pallidus (internus & externus) – das Ausgangs- und Steuerzentrum
  • Substantia nigra (Schwarze Substanz) – die Dopaminquelle
  • Nucleus subthalamicus – der Feinregulierer

Ihre Hauptaufgabe: Gewohnheiten, Routinen und automatisierte Verhaltensweisen. Was anfangs bewusste Entscheidung des Kortex war, wird durch Wiederholung ins Striatum verlagert. Autofahren. Morgenritual. Die Art, wie Sie reagieren, wenn jemand Sie kritisiert. All das läuft irgendwann durch die Basalganglien – ohne dass Sie noch aktiv denken müssen.

Das Dopaminsystem der Substantia nigra ist dabei der Lernmotor: Es markiert Verhaltensweisen als „lohnend“ oder „uninteressant“. Was Dopamin bekommt, wird wiederholt. Was kein Dopamin bekommt, stirbt ab.

              KORTEX (bewusstes Denken)
                      │
                      ▼
             ┌─────────────────┐
             │   STRIATUM      │  ← Nucleus caudatus + Putamen
             │  (Eingangstor)  │
             └─────────────────┘
              │  (D1)         │  (D2)
        direkter Weg    indirekter Weg
              │                │
              ▼                ▼
         ┌────────┐       ┌────────┐
         │  GPi   │       │  GPe   │
         └────────┘       └────────┘
              │                │
              ▼                ▼
          THALAMUS       Ncl. subthalamicus
              │                │
              └───────┬────────┘
                      ▼
                   KORTEX
                (Handlung wird ausgeführt)

Dopamin aus Substantia nigra (SNc):
  D1-Rezeptoren → "Tu es!" (Gas)
  D2-Rezeptoren → "Hemmung aufheben" (Bremse lösen)

Ergebnis: Vollautomatisierung von Verhalten

3.2 Gewohnheit, Sucht und Trance – Eine Dreiheit

Das Verständnis der Basalganglien enthüllt etwas Erschütterndes und Befreiendes zugleich: Sucht, Gewohnheit und Trance benutzen exakt dieselbe neuronale Infrastruktur.

Gewohnheit entsteht, wenn der Kortex Kontrolle an das Striatum übergibt. Die Handlung läuft automatisch, ohne bewusste Entscheidung. Das ist effizient – und gefährlich, wenn die gespeicherte Routine destruktiv ist.

Sucht ist eine entgleiste Gewohnheit. Das Dopaminsystem verschiebt sich: Nicht mehr Genuss, sondern „Wollen“ treibt an. Die Amygdala liefert emotionale Trigger, der präfrontale Kortex verliert an Kontrolle, das Striatum übernimmt. Der Betroffene weiß, dass es schadet – und tut es trotzdem. Das ist keine Willensschwäche. Das ist Neurobiologie.

Trance und Hypnose sind, neurobiologisch betrachtet, eine bewusste Umschaltung: Der präfrontale Kortex (Analyse, Kritik, Widerstand) wird gedrosselt. Die Basalganglien und das limbische System erhalten mehr Einfluss. Der Zustand ähnelt dem Automatismus der Gewohnheit – aber kontrolliert und zielgerichtet eingeleitet.

PhänomenNeurobiologischBewusstheitsgrad
GewohnheitStriatum übernimmt Kortex-MusterUnbewusst automatisch
SuchtDopamin-Fehlkalibrierung, PFC ↓Unbewusster Zwang
Trance / HypnosePFC ↓, Basalganglien + limbisch ↑Bewusst herbeigeführt
Meditation (tief)DMN ↓, fokussierte Netzwerke ↑Bewusste Stille

Sucht = unbewusste Hypnose. Hypnose = bewusste Umprogrammierung.

Was Sie unbewusst steuert, können Sie durch Bewusstsein zurückgewinnen. Das ist keine Philosophie. Das ist Neuroplastizität und Einübung bzw. Einweihung.

3.3 Suggestibilität: Was öffnet das Gehirn – und was schließt es?

Die Suggestibilität – also die Empfänglichkeit für Suggestion und Umprogrammierung – hängt direkt vom neurobiologischen Zustand ab. Wer das versteht, versteht auch, warum Medien, Werbung und bestimmte soziale Umgebungen so mächtig wirken.

Was Suggestibilität erhöht: Tiefe Entspannung, fokussierte Aufmerksamkeit, leichte Müdigkeit, Vertrauen und Erwartung. In diesen Zuständen ist der „kritische Filter“ des präfrontalen Kortex leiser. Das Gehirn ist offen.

Was Suggestibilität senkt: Stress, Angst, übermäßige Aktivierung (zu viel Koffein, Stimulanzien), extreme Müdigkeit, Skepsis und Analyse-Modus. Die Amygdala übernimmt, Misstrauen entsteht, das System schließt sich.

Entscheidend: Erwartung und Vertrauen wirken stärker als jede Substanz. Wer innerlich überzeugt ist, dass etwas wirkt, bietet sein Gehirn buchstäblich dar. Der Placebo-Effekt ist kein Trick – er ist reale Neurochemie.


4. Stammhirn und Vitalkörper: Das älteste Erbe

Tief im Inneren, da wo das Gehirn in die Wirbelsäule übergeht – dort sitzt das Älteste. Der Hirnstamm (Truncus encephali) und das Kleinhirn (Cerebellum) bilden zusammen das, was ich hier als „Vitalhirn“ bezeichnen möchte: das neuronale Fundament des Lebens selbst.

Der Hirnstamm besteht aus Mittelhirn, Brücke (Pons) und verlängertem Mark (Medulla oblongata). Er ist, im Gegensatz zu den jüngeren Strukturen, hochkonserviert – das heißt, er hat sich über hunderte Millionen Jahre kaum verändert. Ein Reptil hat einen Hirnstamm. Ein Fisch hat einen Hirnstamm. Wir haben einen Hirnstamm. Und er macht in uns dasselbe wie in ihnen: Er hält uns am Leben.

Atemzentrum. Herzschlagregulation. Schlaf-Wach-Steuerung. Reflexe. All das liegt hier. Ohne Hirnstamm – kein Leben. Er braucht dazu kein Bewusstsein. Er arbeitet, auch wenn Sie schlafen, auch wenn Sie betäubt sind, auch wenn Sie gerade alles andere vergessen haben.

4.1 Das Kleinhirn – Mehr als Koordination

Das Kleinhirn (Cerebellum) sitzt wie ein eigenständiges kleines Gehirn am Hinterhaupt. Es enthält mehr als die Hälfte aller Neuronen des gesamten Nervensystems – obwohl es nur etwa 10% des Gehirnvolumens ausmacht. Klassisch gilt es als Koordinationszentrum für Bewegung und Balance.

Neuere Forschungen zeigen: Das Kleinhirn ist auch in kognitive und emotionale Verarbeitung eingebunden. Es speichert motorische Muster – das „Körperwissen“. Wie Sie gehen. Wie Sie tanzen. Wie Sie im Kampf reagieren. Wie Sie sich anfühlen, wenn Gefahr naht. Diese Art von Wissen sitzt nicht im Kortex. Sie sitzt tiefer.

In der Sprache der Körpertherapien spricht man von somatischem Gedächtnis: Traumatische Erlebnisse werden im Körper gespeichert, nicht nur im Geist. Das Kleinhirn und der Hirnstamm sind Teil dieses Speichers. Deswegen kann Traumaarbeit nicht nur kognitiv geschehen – sie muss den Körper einbeziehen.

4.2 Erstarrte Energie – Wenn das Stammhirn feststeckt

Wenn der Körper mit einer Bedrohung konfrontiert wird, die weder Kampf noch Flucht erlaubt, greift der älteste Schutzmechanismus: Erstarrung. Der dorsale Vagusnerv (dazu mehr im nächsten Kapitel) drosselt alle Systeme. Der Körper friert ein. Die Energie bleibt im System – komprimiert, unentladen.

Peter Levine, der Begründer von Somatic Experiencing®, hat gezeigt, dass Tiere nach einer Erstarrungsreaktion zittern und sich schütteln – um die eingefrorene Energie zu entladen. Menschen dagegen unterdrücken das oft, aus Scham oder sozialer Konvention. Die Energie bleibt eingeschlossen. Sie manifestiert sich als chronische Muskelverspannung, Rücken- und Brustbeschwerden, Stressdystonien, Taubheitsgefühle – oder als psychische Starre.

Somatic Experiencing®, Embodiment-Therapie und ähnliche Ansätze nutzen genau dieses Wissen: Der Körper muss die Geschichte vollenden, die er nicht beenden durfte. Keine reine Redeform, sondern körperliche Entladung. Das Stammhirn versteht keine Worte – aber es versteht Zittern, Atmen und Bewegung. Mehr zur direkten Traumabewältigung finden Sie hier.


5. Die Zirbeldrüse: Das dritte Auge und das Projektionsorgan

Mitten im Gehirn – genau im geometrischen Zentrum beider Hemisphären – sitzt eine winzige, kiefernzapfenförmige Drüse: die Zirbeldrüse (Glandula pinealis, auch Epiphyse). Sie ist etwa so groß wie ein Reiskorn. Und sie ist wahrscheinlich die geheimnisvollste Struktur im menschlichen Körper.

Im alten Ägypten symbolisiert sie das Auge des Horus. In der Hindu-Tradition ist sie das Ajna-Chakra – das sechste Energiezentrum, das dritte Auge. Descartes nannte sie den „Sitz der Seele“ – als einziges unpaariges Organ im Gehirn schien sie ihm dafür prädestiniert. Und die Neuroanatomie moderner Prägung? Sie hat sie lange als unwichtig abgetan. Vielleicht zu vorschnell.

5.1 Was die Wissenschaft weiß

Gesichert ist: Die Zirbeldrüse produziert Melatonin – das Dunkelheitshormon, das den Schlaf-Wach-Rhythmus steuert. Licht, das auf die Netzhaut fällt, hemmt die Melatoninproduktion. Dunkelheit aktiviert sie. Die Zirbeldrüse ist damit die innere Uhr des Körpers – und der Regulierer zwischen Tag- und Nachtmodus, zwischen Aktivität und Ruhe, zwischen Bewusstsein und Unbewusstem.

Serotonin – das Wohlbefindens-Molekül – wird tagsüber in der Drüse gebildet und nachts in Melatonin umgewandelt. Diese Serotonin-Melatonin-Balance ist direkt verknüpft mit Stimmung, Energieniveau und der Fähigkeit zur inneren Einkehr.

Störungen der Zirbeldrüsenfunktion werden mit Schlafstörungen, saisonaler Depression (SAD), beschleunigtem Alterungsprozess und hormonellen Dysbalancen in Verbindung gebracht.

5.2 Die DMT-Hypothese: Grenzgebiet zwischen Wissenschaft und Mystik

Der Psychiater Rick Strassman stellte in seinem einflussreichen Werk „DMT: The Spirit Molecule“ (2000) die These auf, dass die Zirbeldrüse unter außergewöhnlichen Umständen – Geburt, Tod, Nahtod, tiefe Meditations- und Trancezustände – das endogene Psychedelikum Dimethyltryptamin (DMT) ausschüttet.

Neuere Forschungen haben im Gehirn von Ratten tatsächlich die für eine DMT-Synthese notwendigen Enzyme nachgewiesen. In Rattenstudien wurde ferner gezeigt, dass nach einem induzierten Kreislaufstillstand die DMT-Konzentration im Gehirn anstieg. Ein direkter Beweis für die DMT-Produktion in der menschlichen Zirbeldrüse steht jedoch noch aus – die Forschung ist im Gange.

Was bedeutet das spirituell? DMT gilt weltweit als eines der wirkungsmächtigsten bekannten Psychedelika. Es ist strukturell verwandt mit Serotonin, kommt natürlich in unzähligen Pflanzen vor und ist – in Spuren – in jedem menschlichen Körper nachweisbar. Die alte Frage lautet: Was wäre, wenn außergewöhnliche Bewusstseinszustände – tiefe Kontemplation, Nahtod, mystische Erfahrung – biochemisch durch das eigene Gehirn erzeugt werden? Haben Wir einen Geist, der von manchen so geschickt genutzt wird, dass wir den blödesten Geschichten aufsitzen?

Die Pforte zu anderen Welten liegt nicht außerhalb von Ihnen. Sie liegt in Ihrer Mitte. Buchstäblich.

5.3 Verkalkung und Schutz der Zirbeldrüse

Ein bekanntes, aber wenig diskutiertes Problem: Die menschliche Zirbeldrüse neigt zur Verkalkung. Fluoride (enthalten in vielen Zahnpasten und Trinkwässern), bestimmte Umweltgifte, chronischer Stress und elektromagnetische Strahlung werden als mögliche Faktoren diskutiert. Radiologisch ist die verkalkte Zirbeldrüse oft das am leichtesten erkennbare Objekt auf Schädelröntgenaufnahmen – ein stiller Zeuge ihrer Veränderung.

Traditionelle Praktiken rund um den Globus – von der hinduistischen Stirnmarkierung (Bindi) über das Bekreuzigen an der Stirn bis zum dritten Auge der esoterischen Traditionen – deuten symbolisch auf genau diese Region. Die Frage, ob solche Gesten als mehr verstanden werden können als bloße Symbolik ist nicht unerheblich: Ein Verschluss dieses Bereiches kann zu weitreichenden Folgen des Innenlebens führen.


6. Der Vagusnerv: Das Gedächtnis im Körper

Von allen Nervensträngen des menschlichen Körpers ist der Nervus vagus – der zehnte Hirnnerv – wohl der bedeutsamste für unser Wohlsein im Bezug auf die Quantität der Funktionen. Sein Name kommt vom Lateinischen „vagari“: wandern. Und er wandert tatsächlich: vom Hirnstamm durch den Hals, in den Brustkorb, in den Bauch. Er verbindet Gehirn, Herz, Lunge, Magen, Darm, Leber – ein einziger Nervenstrang als Hauptkommunikationsweg zwischen Körper und Geist.

Entscheidend ist eine oft übersehene Tatsache: Etwa 80% der Vagusfasern leiten Informationen vom Körper zum Gehirn – nicht umgekehrt. Das Gehirn reagiert auf den Körper, weit mehr als es ihn steuert. Was bedeutet das? Es bedeutet, dass ein dysregulierter Körper ein dysreguliertes Gehirn macht. Und dass Heilung im Körper beginnen kann – und muss. Ein gesunder Geist wohnt bekanntlich in einem gesunden Körper. Es gibt aber auch die inverse Form des kranken Körpers durch astrale bzw. psychische Einflüsse.

6.1 Die Polyvagal-Theorie – Drei Schichten des Nervensystems

Der Neurowissenschaftler Stephen Porges entwickelte ab 1994 die einflussreiche Polyvagal-Theorie. Sie beschreibt drei evolutionäre Schichten des autonomen Nervensystems, die hierarchisch aktiviert werden:

EbeneSystemZustandKörpersymptome
1 (evolutionär jüngst)Ventraler Vagus (myelinisiert)Sicherheit, soziale VerbindungEntspannung, offener Blick, klare Stimme, Wärme
2SympathikusKampf oder FluchtHerzrasen, Muskelspannung, flache Atmung, Tunnelblick
3 (evolutionär ältест)Dorsaler Vagus (unmyelinisiert)Erstarrung, TotstellreflexTaubheit, Dissoziation, Erschöpfung, Kollaps

Polyvagal-Hierarchie nach Stephen Porges (1994, stark vereinfacht)

Das Nervensystem durchläuft diese Ebenen automatisch – gesteuert durch das, was Porges Neurozeption nennt: einen unbewussten Scan der Umgebung auf Sicherheit oder Gefahr. Wir entscheiden nicht bewusst, in welchem Zustand wir sind. Das Nervensystem entscheidet für uns – auf Basis seiner Geschichte. Dies alles ist Evolutionswissenschaft, die zu gewissen Teilen stimmt. Wie hier beschrieben gehe ich von einem wesentlich jüngerem Alter des Lebens aus. Es sind für mich einfach Stufen der neuroanatomischen Möglichkeiten in Gottes Schöpfung, die uns von Tieren und einander unterscheiden.

6.2 Vagusdystonien: Wenn der Körper im Alarm festhängt

Chronischer Stress, unverarbeitetes Trauma und anhaltende Erschöpfung können das autonome Nervensystem dysregulieren. Es bleibt in einem der Alarmzustände (Sympathikus-Übererregung oder dorsale Vagus-Erstarrung) feststecken – auch wenn die äußere Bedrohung längst verschwunden ist.

Die körperlichen Auswirkungen sind vielfältig: chronische Rücken- und Schulverspannungen, Brustenge, Verdauungsprobleme, Herz-Rhythmus-Variabilität, gestörter Schlaf, Erschöpfung ohne erkennbare Ursache. Die Psychiatrie nennt diese Zustände oft „somatoforme Störungen“ und behandelt sie mit Worten und Tabletten. Die Wahrheit ist körperlicher: Der Mensch hat im Körper eine verstörende Geschichte gespeichert, die noch nicht mit der richtigen astralen und körperlichen Arbeit geheilt werden durfte, obwohl dies ganz einfach funktioniert. In der aktuellen Psychiatrie wird der Zustand durch Medikamente zementiert und kognitiv inflationär nutzlos verpackt.

6.3 Den Vagus aktivieren – praktische Ansätze

Das Gute: Das autonome Nervensystem ist plastisch. Es kann sich neu kalibrieren. Folgende Ansätze haben nachgewiesene oder zumindest plausible Wirkung auf den ventralen Vagustonus:

  • Tiefes, langsames Atmen (insbesondere verlängertes Ausatmen) aktiviert den parasympathischen Ast
  • Singen, Summen, Gurgeln aktiviert die Vagusbahn direkt über den Kehlkopf
  • Soziale Verbindung (echtes Gespräch, Augenkontakt) reguliert über das Social-Engagement-System
  • Körperbewegung (insbesondere rhythmische Bewegung wie Gehen, Tanzen, Schaukeln) entlädt aufgestaute sympathische Energie
  • Kälteanwendungen am Hals und Gesicht stimulieren Vagusbahnen direkt
  • Grünes Licht im Geist in der richtigen Anwendung (siehe Artikel dazu)

Sicherheit ist kein psychologisches Konstrukt. Sie ist ein biologisches Signal – und Sie können lernen, es Ihrem Nervensystem zu geben.


7. Suggestibilität, Hypnose und biologische Äquivalente

Wer versteht, wie das Gehirn funktioniert, versteht auch, wie es beeinflusst werden kann – von außen wie von innen. Das ist keine Theorie für Angreifer und Manipulatoren. Es ist Wissen, das zur Befreiung dient. Denn wer nicht weiß, durch welche Türen man eintreten kann, kann sie auch nicht schließen.

7.1 Trance: Kein Geheimnis, sondern Neurobiologie

Trance ist kein esoterischer Sonderzustand. Es ist eine messbare, reproduzierbare Veränderung der Gehirnaktivität. Im Trance-Zustand zeigen bildgebende Verfahren: Der präfrontale Kortex (Analyse, Kritik, Kontrolle) zeigt reduzierte Aktivität. Das limbische System und die Basalganglien treten stärker in den Vordergrund. Der Fokus verengt sich. Die Zeitwahrnehmung verändert sich. Suggestionen werden leichter angenommen.

Das ist kein Kontrollverlust. Es ist ein Kontrollwechsel: von der bewussten, kritischen Analyse hin zu einer tieferen, direkteren Verarbeitungsebene. Die störenden Bewusstseinsangriffe durch ungewollte Hypnosen oder Trance und ihre Abwehr sind hier besprochen.

7.2 Was Trance und Heilung verbindet

Schamanische Heilrituale, christliche Gebet- und Lobpreisabende, buddhistisches Meditieren, Sufi-Dhikr, Trance-Tanz – all das erzeugt messbar veränderte Bewusstseinszustände mit ähnlichen neurobiologischen Signaturen. Der Kortex tritt zurück. Tiefere Strukturen sprechen. Das Körperwissen wird zugänglich.

Interessant ist, dass der Zustand des fokussierten Gebets im EEG Ähnlichkeiten mit dem Trancezustand zeigt. Was fromme Menschen seit Jahrtausenden intuitiv tun, hat eine neurobiologische Grundlage. Das mindert es nicht – es erklärt einen Teil davon.

Für die Heilungsarbeit bedeutet das: Heilung wirkt tiefer, wenn das Gehirn in einem empfänglichen Zustand ist. Wer versucht, heilende Gedanken durch einen verspannten, überaktivierten, gestressten Kortex zu pressen, kämpft gegen das System. Entspannung, Vertrauen und Fokus öffnen das Tor.


8. Das Gehirn als Resonanzmaschine

Hier kommen wir an einen Punkt, an dem die offizielle Neurowissenschaft innehält – und wo die Neugier der ehrlicheren Forscher weiterläuft. Das menschliche Gehirn ist nicht nur ein Prozessor. Es ist ein Resonanzsystem.

Es erzeugt elektromagnetische Felder. Es empfängt sie. Hirnwellen – Delta, Theta, Alpha, Beta, Gamma – sind messbare elektromagnetische Schwingungen. Das Herz erzeugt das stärkste bioelektromagnetische Feld des Körpers, messbar bis zu einem Meter Abstand vom Körper. Und das Gehirn synchronisiert sich mit Außenfeldern – mit dem Schumann-Frequenz der Erde, mit anderen Menschen in räumlicher Nähe, mit Klang und Rhythmus.

8.1 Gehirnwellen und Bewusstseinszustände

FrequenzBezeichnungZustandBedeutung
0,5 – 4 HzDeltaTiefschlafRegeneration, Körperheilung, tiefste Unbewusstheit
4 – 8 HzThetaTraumschlaf, TranceKreativität, Hypnose, Kindheitserinnerungen, mystische Erfahrungen
8 – 13 HzAlphaEntspannte WachheitMeditation, Ruhe, Lernbereitschaft, Rezeptivität
13 – 30 HzBetaAktives DenkenKonzentration, Analyse, Problemlösung
30 – 100 HzGammaHochintensive VerarbeitungSpitzenerfahrungen, integrative Bewusstseinsmomente

Gehirnwellen und ihre Entsprechungen im Bewusstsein

Das Theta-Band (4–8 Hz) ist besonders interessant: Es ist der Zustand, in dem Kinder bis zum sechsten Lebensjahr hauptsächlich operieren – hypnagog, empfänglich, direkt einprogrammierbar. Was Kinder in dieser Phase erleben und lernen, geht direkt ins Striatum, ins limbische System, in die tiefen Schichten des Gedächtnisses. Ohne Filter des kritischen Kortex.

Theta ist auch der Zustand der Trance, der tiefen Meditation und des Traumschlafs. In ihm sind kreative Durchbrüche möglich, alte Muster zugänglich, tiefe Suggestion wirksam.

8.2 Was Newton nicht sah – und warum das kein Fehler war

Das newtonsche Weltbild ist großartig für Mechanik. Es hat uns Brücken, Motoren und Satelliten gegeben. Aber es hat eine blinde Seite: Es sieht nur, was messbar und materiell ist. Was nicht messbar ist, existiert für es nicht.

Das menschliche Gehirn aber ist offensichtlich mehr als ein Informationsprozessor aus Fleisch. Es ist ein Resonanz- und Empfangssystem. Was es empfängt, von wem, aus welchen Ebenen – das sind Fragen, die die Neurowissenschaft bestenfalls in Ansätzen zu stellen beginnt.

Ob es Felder gibt, die jenseits des bisher Messbaren auf das Gehirn wirken – ob Träume, Visionen, „empfangene“ Gedanken eine Basis haben, die über das rein Neuronale hinausgeht – das lässt die seriöse Wissenschaft offen. Vielleicht sollte manches davon auch offen bleiben. Nicht alles muss erklärt werden, um wahr zu sein.

Das Gehirn ist der Übersetzer. Die Botschaft kommt von anderswo. Ob und wie gut Sie empfangen können, hängt vom Zustand des Empfängers ab.


9. Was tun wir mit diesem Wissen? Heilung, Schutz und Bewusstseinsarbeit

Wissen ist Macht. Aber Macht hat eine Richtung. Wer versteht, wie Basalganglien Gewohnheiten speichern, kann entweder andere manipulieren – oder sich selbst befreien. Wer weiß, wie Suggestibilität entsteht, kann diese Türen entweder öffnen oder schützen. Wer die Zirbeldrüse kennt, kann sie entweder pflegen und riesige Vorteile genießen – oder sie wird von anderen „verkalkt“ bzw. verstört.

Das Wissen in diesem Artikel dient auch dem Ziel von Deprisoner.de: Mehr Mensch zu werden. Mehr man selbst zu sein. Weniger fremdgesteuert und unter dem Einfluss dunkler Mächte zu stehen.

9.1 Grundpflege des Gehirns

Das Fundament zuerst: Ein Gehirn, das chronisch unter Strom steht, schlecht schläft, minderwertig ernährt wird und in sozialer Isolation lebt, kann keine Tiefe erreichen. Körperliche Grundlage und geistige Praxis gehören zusammen.

  • Schlaf: Im Tiefschlaf arbeitet das glymphatische System – die „Gehirnmüllabfuhr“. Es entfernt Stoffwechselabfallprodukte, darunter solche, die mit Alzheimer in Verbindung stehen. Wer nicht tief schläft, reinigt sein Gehirn nicht. Das ist keine Metapher.
  • Bewegung: Aerobe Bewegung ist einer der stärksten bekannten Stimuli für Neuroplastizität. Sie erhöht BDNF (Brain-Derived Neurotrophic Factor) – einen Wachstumsfaktor für neue Nervenzellen.
  • Soziale Verbindung: Das Gehirn ist ein soziales Organ. Es kalibriert sich durch Co-Regulation. Ein guter Mensch in deiner Nähe reguliert buchstäblich dein Nervensystem. Ein schlechter destabilisiert es.
  • Digitale Hygiene: Dauerhafte Reizüberflutung durch Bildschirme hält das Gehirn im Beta-Band. Für Theta – den Zustand der inneren Einkehr – braucht es Stille und Langweile.
  • astrale Organe reinigen und die Arbeit in den höheren Feldern allgemein
  • gute und revitalisierte Nahrung (siehe hier)

9.2 Bewusste Programmierung – Rückgewinnung des Autopiloten

Die Basalganglien speichern, was oft wiederholt wird. Das ist keine Einschränkung – es ist ein Werkzeug. Wenn Sie täglich dieselbe Praxis üben, dieselben Gedanken denken, dieselben Emotionen kultivieren, schreibt das Striatum sie als Standardprogramm. Nach 21, 66 oder – je nach Studie – 90 Tagen konsequenter Wiederholung werden neue Muster stabil.

Das ist die Neurobiologie hinter jedem echten Wandel: nicht einmalige Bekehrung, sondern täglich erneuerte Entscheidung, die sich einschleift. Auch astrale Programme und das feinstoffliche reinigen gehören dazu. Angst und Zwänge aufzulösen, ist genau in diesen Bereichen möglich und u.a. hier besprochen.

9.3 Innensein statt Außensein – Vitalkörper-Rückholung

Viele Menschen leben hauptsächlich im Außen: in Reaktion, in Reiz, in Ablenkung. Das Nervensystem ist permanent nach außen orientiert, der innere Raum bleibt unerfahren. Tiefe Heilung – und tiefer Schutz – erfordert das Gegenteil: Innenwahrnehmung.

Die Fähigkeit, sich selbst zu spüren – den Körper, die Empfindungen, den inneren Raum – ist nicht nur ein spirituelles Ideal. Sie ist neurobiologisch wichtig: Ein Mensch, der sich selbst nicht spürt, kann von außen leichter gesteuert werden. Der Zugang zu den eigenen tiefen Schichten – zu Instinkt, zu Körperwissen, zu dem, was im Stammhirn als Wahrheit gespeichert ist – setzt voraus, dass man innen ist.

In manchen Traditionen wird das als „Vitalkörper-Rückholung“ oder als Wiederzentrierungspraxis beschrieben. Neurobiologisch entspricht es der Aktivierung der Interozeption – der Wahrnehmung innerer Körperzustände – über die Insula und den medialen präfrontalen Kortex. Die enstprechenden Erklärungen von Deprisoner.de finden Sie hier.

9.4 Schutz des Systems

Wer die Türen seines Gehirns kennt, kann sie hüten. Konkret bedeutet das:

  • Suggestibilität bewusst steuern: Wähle Sie, wann Sie sich öffnen. Massenkommunikation, Werbung und politische Botschaften nutzen ganz gezielt Zustände hoher Empfänglichkeit (Angst, Erschöpfung, Überraschung). Ein reguliertes Nervensystem ist schwerer zu programmieren.
  • Schlaf schützen: Im Hypnagogen – dem Zustand zwischen Wachen und Schlafen (Theta) – ist das Gehirn maximal empfänglich. Was Sie kurz vor dem Schlafen lesen, hören, sehen, geht direkt und wenig gefiltert ins Unterbewusste.
  • Soziale Umgebung wählen: Die Menschen, mit denen Sie regelmäßig Zeit verbringen, programmieren Sie mit – durch Spiegelneuronen, durch Co-Regulation, durch Sprache. Das ist keine Übertreibung.
  • Fokusqualität: Was Sie immer wieder denken, was Sie immer wieder fühlen, was Sie immer wieder tun – das wird zur Struktur. Nicht metaphorisch, sondern neuronal buchstäblich.
  • Geistige Verteidigung: Techniken zum Sperren, zum Abwehren, zum Ausweichen oder zur Lösung von „gehackten“ bzw. dunkelmagisch installierten Pforten bzw. Problemen gibt es genug. Das riesige Feld des Glaubens und der Glaubensarbeit sind praktisch. Die Bibel und gute Gemeinschaft geben gerne die Grundlagen dafür.

Schluss: Die Karte ist nicht das Territorium

Dieser Artikel ist eine Karte. Eine gute Karte, die viele Details enthält – aber sie ist nicht das Territorium. Das Territorium sind Sie: lebend, atmend, empfindend, denkend. Ein Wesen, das mehr ist als die Summe seiner Neuronen.

Die Neurowissenschaft hat in den letzten Jahrzehnten Erstaunliches geleistet. Sie hat Strukturen sichtbar gemacht, Funktionen entschlüsselt, Zusammenhänge aufgezeigt. Und gleichzeitig gilt: Was das Bewusstsein wirklich ist, warum es überhaupt Subjektivität gibt, was Träume und Visionen und mystische Erfahrungen in ihrer vollen Tiefe bedeuten – das bleibt offen.

Vielleicht ist das auch gut so. Nicht alles soll in ein Messgerät passen. Manches gehört zum Geheimnis – dem heiligen, bewusst gehüteten Geheimnis der Schöpfung.

Was Sie mitnehmen können: Sie haben ein System, das mehr kann, als Sie täglich nutzten. Sie haben Tiefen, die noch nicht getaucht sind. Sie haben einen Körper, der Weisheit trägt, die keine Bibliothek fasst. Und Sie haben die Freiheit – neurobiologisch begründbar – sich zu verändern.

Nutzen Sie es. Am besten zusammen mit Gott, der es Ihnen gegeben hat! Es offenbart sich meiner Meinung nach übrigens mit den großartigen Kartographierungen der neuroanatomischen Bahnen auch gleichzeitig ein effektiver Ansatzpunkt zur Heilung aller psychischen und vieler neurologischer Krankheiten. Wie in den Artikeln zur Suchtheilung oder dem schnellen Lösen von Neurosen oder Traumata (die wichtigsten Artikel finden Sie hier) dargelegt, haben wir geistiges Rüstzeug um mit dem Bewusstsein zu heilen. Die entsprechend Bahnen bei psychischen Erkrankungen oder auch Nervenleiden in anatomischen Abbildungen zu finden, zu erspüren und sorgfältig damit zu heilen ist jetzt kein Geheimnis mehr, es liegt hier für Sie bereit! Mit der Zeit wird man darin befähigter und Menschen könnten sich gegenseitig darin untersützen und sich in bester Gesundheit halten.

„Sie sind nicht das Opfer Ihrer Neuronen. Sie sind derjenige, der sie benutzt.“ – oder benutzt wird. Die Wahl liegt bei Ihnen.

10. Haftungsausschluss

Dieser Text verwendet als Grundlage teilweise aktuelle Stände der wissenschaftlichen Forschung, psychologische Modelle, geistliche Erklärungen und persönliche Deutungen. Er ersetzt keine medizinische Diagnostik oder Therapie. Bei akuten oder schweren Beschwerden wenden Sie sich bitte an ärztliche oder therapeutische Fachpersonen. Auch für die angegebenen Dosierempfehlungen wird keine Haftung übernommen und es kann keine Garantie für den erfolgreichen Einsatz der Mittel gegeben werden, auch wenn vielen mit diesen Methoden erfolgreich geholfen wurde, was persönlich nachempfunden und berichtet werden kann.

Der Autor hat die dem Blog zugrundeliegenden Informationen nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert, übernimmt allerdings keinerlei Haftung bei auftretenden Nebenwirkungen oder Schäden, die durch die Einnahme der beschriebenen Substanzen auftreten können oder die durch das Auslassen einer medizinischen Therapie entstehen können.

Liebe Pharamavertreter und medizinisches Personal:
Sie können für diese Missstände nichts. Danke für Ihre Arbeit – Sie hat ihre Berechtigung. Bitte seien Sie nicht in Sorge, man weiß, dass Sie sich an Leitfäden halten müssen. Ihnen wird nicht beigebracht wie die Apostel zu sehen und zu heilen! Freuen Sie sich über andere Tätigkeiten in der Zukunft, wenn Gott seine Tricks und Fähigkeiten durch die Bibel und seine Mitstreiter offenbart! Alles hat seine Zeit!

Auch wenn Sie es weit geschafft haben, bitte denken Sie an die Zeit nach dem Leben bzw. die nächsten Leben und auch Ihre moralischen Pfunde! Wie hier beschrieben, haben wir durch Gute Taten Einfluss auf unser Aussehen und die Gaben, welche wir erhalten. Gottes ausgleichende Gerechtigkeit ist Fakt!!! Sie wirkt auch über Leben hinweg.


Quellen und weiterführende Literatur

Stephen W. Porges (1994/2011): Die Polyvagal-Theorie
Verlag: G.P. Probst
👉 https://wwnorton.com/books/9780393707007
Kurzbeschreibung:
Porges beschreibt die Rolle des autonomen Nervensystems (Vagusnerv) in emotionaler Regulation, Trauma und sozialem Verhalten. Besonders relevant für die Neuroanatomie sind die Verbindungen zwischen Hirnstamm, Herz und sozialem Bindungssystem.


Peter A. Levine: Trauma und Gedächtnis / Somatic Experiencing®
Verlag: Klett-Cotta
👉 https://www.klett-cotta.de
Kurzbeschreibung:
Levine verbindet Körperwahrnehmung mit psychischer Verarbeitung. Fokus liegt auf der Speicherung von Trauma im Nervensystem und dessen Entladung über somatische Prozesse – mit Bezug zu limbischem System und Stressreaktionen.


Rick Strassman (2000): DMT: The Spirit Molecule
Verlag: Park Street Press
👉 https://www.innertraditions.com/books/dmt-the-spirit-molecule
Kurzbeschreibung:
Untersuchung der Wirkung von DMT auf Bewusstsein und Psyche. Diskutiert mögliche neurochemische Prozesse im Gehirn (u. a. Zirbeldrüse), die veränderte Bewusstseinszustände beeinflussen.


Bessel van der Kolk (2014): Verkörperter Schrecken (The Body Keeps the Score)
Verlag: Probst Verlag
👉 https://www.penguinrandomhouse.com/books/313093/the-body-keeps-the-score-by-bessel-van-der-kolk-md/
Kurzbeschreibung:
Zeigt, wie Trauma die Gehirnstruktur (Amygdala, Hippocampus, präfrontaler Cortex) verändert und sich im Körper manifestiert. Verbindet Neurobiologie mit therapeutischen Ansätzen.


Norman Doidge (2007): The Brain That Changes Itself
Verlag: Viking
👉 https://www.penguinrandomhouse.com/books/295289/the-brain-that-changes-itself-by-norman-doidge-md/
Kurzbeschreibung:
Einführung in die Neuroplastizität: Das Gehirn verändert sich durch Erfahrung. Relevanz für Psyche: Lernen, Traumaheilung und Verhalten sind biologisch formbar.


Michael Trepel (2008): Neuroanatomie, 4. Auflage
Verlag: Urban & Fischer
👉 https://www.elsevier.com
Kurzbeschreibung:
Klassisches Lehrbuch zur Struktur des Nervensystems (Gehirn, Rückenmark, Bahnsysteme). Grundlage für das Verständnis aller psychischen Prozesse auf anatomischer Ebene.


Jon G. Dean et al. (2019): Biosynthesis and Extracellular Concentrations of N,N-Dimethyltryptamine (DMT) in Mammalian Brain
Journal: Scientific Reports
👉 https://www.nature.com/articles/s41598-019-45812-w
Kurzbeschreibung:
Experimentelle Studie, die zeigt, dass DMT im Säugetiergehirn produziert wird. Bedeutend für die Erforschung von Bewusstsein, Traumzuständen und neurochemischen Prozessen.


Kenhub: Neuroanatomie – Online-Lernplattform
👉 https://www.kenhub.com/de
Kurzbeschreibung:
Interaktive Lernplattform für Gehirnstrukturen, Nervenbahnen und Funktionen. Gut geeignet zur Visualisierung neuroanatomischer Grundlagen im Zusammenhang mit Verhalten und Psyche.


Über den Autor:

Philipp Drescher hat Medizin studiert und ist Autor und freier Forscher. In seinen Büchern, auf Deprisoner.de und in seinen theoretischen Arbeiten (u.a. auf Zenodo) untersucht er die gemeinsamen Berührungspunkte zwischen Neurowissenschaft, Resonanz, psychologischen Effekten und dem Geist bzw. der Seele. Seine Texte bieten neue Denkansätze und Modelle zur freien Selbstreflexion, ersetzen jedoch keine medizinische Diagnostik oder Therapie.

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