Cholin & Inositol – hilfreich bei AD(H)S, Konzentrationsproblemen, Fettleber..? Teil 1

1. Was ist Cholin bzw. Inositol?

Cholin und Inositol werden manchmal als B-Vitamine eingeordnet. Sie sind Bestandteile von Lecithin, welches sich in Eiern, Innereien, Soja und auch Sonnenblumenkernen findet.

Diese Stoffe sind wichtig für den Fettstoffwechsel, den Cholesterin- und damit Hormonstoffwechsel und sehr wichtig für die Nervenneubildung und die Signalübertragung im Nervensystem.

An sich ist Cholin ein Vorläufer von dem „Gedankenmolekül“ Acetylcholin, das heißt aus ihm kann dieser Neurotransmitter hergestellt werden.

Inositol ist unter anderem für die Herstellung von Hormonen, Insulin und für Zellwände wichtig. Zellwände spielen gerade bei der Nervengesundheit und dem Gedächtnis eine extrem wichtige Rolle

2. Cholin/Inositol bei AD(H)S und als Neuroenhancer

Manchmal wird behauptet, unsere Gedanken seien aus „Acetylcholin“. Sicherlich ist unser Bewusstsein komplexer aufgebaut, aber Acetylcholin spielt mittlerweile nachgewiesenermaßen eine wichtige Rolle bei der Kognition, also der Aufmerksamkeit, dem Gedächtnis und anderen wichtigen Größen unseres Geistes.

Ein guter Vergleich zur Verbildlichung von Acetylcholin und unserer Denkkraft ist das Rauchen:

Vor allem durch eine Erhöhung von Acetylcholin sollen Raucher ihre geistigen Fokus schärfen, neue Verknüpfungen im Gedächtnis schaffen und laut Studien (zum Beispiel diese) auch kurzfristig mentale Fähigkeiten wie die Merkfähigkeit erhöhen können. Dies ist natürlich keine Aufforderung zum Rauchen, denn die Vorteile verschwinden schnell mit der extremen Suchtgefahr und den damit einhergehenden Vergiftungserscheinungen.

Tatsächlich gibt es bereits viele sehr eindeutige Forschungen zum Thema Cholin und Inositol als Supplement bei AD(H)S, aber auch als Anwendung zur Erhöhung der kognitiven Leistung. Wen Studien oder ähnliches interessieren: Deanol, DMAE und Choline sind die Stichworte für die englischen Datenbanken.. Weiter zu Teil 2.

Über den Autor:

Philipp Drescher hat Medizin studiert und ist Autor und freier Forscher. In seinen Büchern, auf Deprisoner.de und in seinen theoretischen Arbeiten (u.a. auf Zenodo) untersucht er die gemeinsamen Berührungspunkte zwischen Neurowissenschaft, Resonanz, psychologischen Effekten und dem Geist bzw. der Seele. Seine Texte bieten neue Denkansätze und Modelle zur freien Selbstreflexion, ersetzen jedoch keine medizinische Diagnostik oder Therapie.

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