Cholin & Inositol – hilfreich bei AD(H)S, Konzentrationsproblemen, Fettleber..? Teil 2

Zurückzuführen sei dies vor allem auf stimulierende Wirkungen im Nervensystem wie zum Beispiel zur Erhöhung der Neuausbildung von Nervenzellen- und deren Verzweigungen, die Optimierung von Neurotransmittern und zuletzt auch die Verstärkung der antioxidativen Kraft von Vitamin E.

Mir persönlich helfen Cholin/Inositol-Produkte sehr gut gegen Zerstreutheit, Unkonzentriertheit und „brain fog“, also bei gefühlter Vernebelung im eigenen Geist.

Nach kurzer Zeit legt sich eine angenehme Klarheit über den inneren verschlafenen Zustand, auch die Wahrnehmung wird schärfer und der Fokus wird besser. Eben die typischen Dinge, die man sich sonst von Ritalin und anderen erhofft, wenn man unter AD(H)S-Problemen leidet

Mittlerweile bin ich auch sicher, dass es bei Gedächtnisproblemen hilf – vielleicht sogar langfristig.

Insgesamt fühle ich mich eindeutig produktiver und prokrastiniere weniger, wenn ich Cholin einnehme – sehr angenehm, denn Rebounds oder Schlafprobleme beziehungsweise schlimmere Wirkungen wie bei den Psychodrogen aus der Apotheke, treten bei mir nicht auf.

3. Wirkung bei Fettleber

Es gibt Berichte über Fettleberpatienten, die sich unter der Einnahme von Cholin-/Inositolprodukten erholten. Dazu sollte man aber stets einen Arzt an der Hand haben und keine riskanten Alleingänge unternehmen. Da dies zum Glück nicht mein Thema ist – es gibt gute Berichte im Netz zu finden.

4. Was ist zu beachten – Vorsicht Cholinblock

Es gibt Typen, die vertragen Cholin nicht. Vor allem sogenannte Untermethylierer. Dies ist nach einer Einteilung von Stoffwechseltypen nach Walsh eine Gruppe von Patienten, die mit Cholinpräparaten vorsichtig sein sollten.

Einige Menschen mit AD(H)S und anderen Problematiken vertragen Cholin sehr gut und profitieren sogar davon, andere können durch eine Unverträglichkeit kurzfristig oder nach einiger Zeit heftige Probleme wie zum Beispiel Überhänge oder depressionsartige Schübe bekommen.

Man kann sich etwas informieren oder in kleinen Dosierungen an die entsprechenden Supplemente wagen, aber ganz sicher sollte man bei Unwohlsein oder Ähnlichem einen Arzt konsultieren. Weiter zu Teil 3.

Über den Autor:

Philipp Drescher hat Medizin studiert und ist Autor und freier Forscher. In seinen Büchern, auf Deprisoner.de und in seinen theoretischen Arbeiten (u.a. auf Zenodo) untersucht er die gemeinsamen Berührungspunkte zwischen Neurowissenschaft, Resonanz, psychologischen Effekten und dem Geist bzw. der Seele. Seine Texte bieten neue Denkansätze und Modelle zur freien Selbstreflexion, ersetzen jedoch keine medizinische Diagnostik oder Therapie.

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